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Öko-Audit

Die Gärtnerei und der Eigenbetrieb Abwasserbeseitigung der Stadt Bad Säckingen nahmen im Jahr 2002 am Modellprojekt des Landes Baden-Württemberg zur Einführung von Umweltmanagementsystemen teil.

Prüfsiegel
Prüfsiegel

1. Einleitung 

Um Unternehmen der gewerblichen Wirtschaft zu ermuntern, Umweltmanagementsysteme einzurichten, hat die europäische Gemeinschaft die EG-Öko-Audit-Verordnung 1993 erlassen (EMAS I). Dieses System wurde seither in etwa 4.000 Unternehmen Europas bzw. 2.600 in Deutschland umgesetzt (Stand 2001).

Die EG-Öko-Audit-Verordnung steht unter der Leitidee einer dauerhaften und umweltgerechten Entwicklung. Sie greift die Eigenverantwortung der Unternehmen für den Umweltschutz auf. Im Vordergrund der Verordnung stehen die Verhütung, die Verringerung und soweit möglich, die Beseitigung der Umweltbelastung nach Möglichkeit an ihrem Ursprung auf der Grundlage des Verursacherprinzips sowie eine gute Bewirtschaftung der Rohstoffquellen und der Einsatz von sauberen Technologien. Parallel zur EG-Öko-Audit-Verordnung wurde auf internationaler Ebene die ISO 14001 zum Umweltmanagement und zur Umweltbetriebsprüfung eingeführt.

Im Zuge der Novellierung des Öko-Audits 2001, das jetzt in ganz Europa einheitlich mit dem Begriff EMAS bezeichnet wird, wurde der Anwendungsbereich für alle Organisationen geöffnet. Als "Organisation" gelten sowohl produzierende Unternehmen, Handwerksbetriebe und Dienstleistungsunternehmen als auch Behörden und öffentliche oder private Einrichtungen aller Art.

2. Vorteile von Umweltmanagementsystemen

Der wichtigste Vorteil einer Beteiligung an EMAS besteht in der Förderung des betrieblichen Umweltschutzes und im Nachweis der Einhaltung der Gesetze und Verordnungen. Weitere Vorteile neben der Senkung der Kosten, insbesondere im Energie- und Rohstoffbereich, sind beispielsweise die Einführung eines Systems zur kontinuierlichen Verbesserung der Umweltleistung, die Integration und Motivation der Mitarbeiter sowie Wettbewerbsvorteile. Es ist zu erwarten, dass EMAS im Rahmen von Lieferbeziehungen künftig zunehmend vorausgesetzt und auch von der Öffentlichkeit erwartet wird.

3. Öko-Audit-Arbeitskreis Bad Säckingen

Unter dem Motto "Hilfe zur Selbsthilfe" richtete die IHK Hochrhein-Bodensee Anfang 2002 für Unternehmen und Organisationen der Region Bad Säckingen einen Workshop zur Einführung des Öko-Audits ein. Teilnehmer des unter der Leitung von Prof. Nuoffer (Ing.-Büro OECONS, Dunningen) stehenden Workshops sind die Stadtwerke Bad Säckingen GmbH, der städtische Eigenbetrieb Abwasserbeseitigung, die Stadtgärtnerei, der Eigenbetrieb Abfallwirtschaft des Landkreises Waldshut sowie zwei Unternehmen der gewerblichen Wirtschaft aus der Region Hochrhein/Bodensee.

Ziele des vom Land Baden-Württemberg geförderten Vorhabens ist es, umweltbewusste Unternehmen beim Aufbau eines systematischen Umweltmanagements zu unterstützen.

Nach Beendigung des Öko-Audit-Workshops im Frühjahr 2003 nahmen die Teilnehmer im Juni 2003 eine interne Umweltprüfung vor, im Juli 2003 erfolgte die Validierung durch einen externen Umweltgutachter.

Übereichung der Urkunde
Übereichung der Urkunde

4. Verleihung der Urkunden

Die Urkunden wurde im September 2003 offiziell durch den Vizepräsidenten der IHK Hochrhein-Bodensee, Herrn Dr. Haury verliehen. Die Urkunden dokumentieren das bestandene Öko-Audit der Stadtgärtnerei, des Eigenbetrieb Abwasserbeseitigung und der Stadtwerke Bad Säckingen.

5. Rezertifizierung

Nach internen Umweltbetriebsprüfungen durch die IHK Hochrhein-Bodensee erfolgte 2005 die externe Umweltbetriebsprüfung durch einen zugelassenen Gutachter. Er stellte fest, daß beide Standorte die Anforderungen für das Umweltmanagement und die Umweltbetriebsprüfung erfüllen. Außerdem wurde bestätigt, daß die Angaben in der Umwelterklärung 2006 alle wichtigen Umweltfragen und -leistungen, die für die Standorte von Bedeutung sind, in angemessener Weise berücksichtigt werden. Ziel der Umwelterklärung ist es, die Öffentlichkeit und alle interessierten Kreise über die Umweltauswirkungen und die Umweltleistungen der Organisation und die kontinuierliche Verbesserung dieser Umweltleistung zu informieren.

In der Gemeinderatssitzung vom12.02.07 überreichte Herr Dr. Böhm von der IHK Hochrhein-Bodensee Herrn Bürgermeister Weissbrodt die Urkunden für die Verlängerung der EMAS-Registrierung.

Die zweite Rezertifizierung beider Standorte erfolgte im Sommer 2009.

Im Beisein von Bürgermeister Martin Weissbrodt überreichte Sunita Patel von der IHK Hochrhein-Bodensee (Bildmitte) am 4. Februar 2010 die EMAS-Registrierungsurkunden an die Vertreter der städtischen Betriebe ... hier  (Quelle: BZ, Saskia Baumgartner)

Umwelterklärung der Stadtgärtnerei 2009 (Teil 1) ... hier 

sowie die Anlagen (Pläne) ... hier

Registrierungsurkunde Stadtgärtnerei  2009 ... hier

Umwelterklärung des Eigenbetriebs Städtische Abwasserbeseitigiung 2009 ... hier

Registrierungsurkunde Eigenbetrieb Städtische Abwasserbeseitigung 2009 ... hier

 
 
 
 

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