Herbstliches Laub
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Von der Laubverfärbung bis zur Laubverwertung
Das schöne und überdurchschnittlich milde Spätsommerwetter der letzten Wochen kann nicht darüber hinweg täuschen, dass der Herbst unaufhaltsam naht. Die Tage werden immer kürzer, morgendliche Nebelschwaden und niedrige Bodentemperaturen sind bereits an der Tagesordnung. Diese niedrigen Temperaturen sind es denn auch, die zusammen mit der kürzeren Tageslänge die Blattverfärbung der Laubbäume einleiten. Stoffwechselverfärbungen in den Blättern sind für die Verfärbung verantwortlich (Abbau des Blattgrüns und Abtransport von Proteinen und Mineraöstoffen). Bei fortschreitender Verfärbung und Alterung wird an der Basis des Blattes eine Trennschicht gebildet, die den Stoffwechsel unterbindet und zum Abfallen des Blattes führt.
Was nun mit dem Laub anfangen?
Leider sehen viele Leute heute immer noch Laub als Abfall an. Dabei können abgefallene Blätter an vielen Stellen durchaus als Laubschicht am Boden liegen bleiben. Selbstverständlich müssen Strassen, Wege und Plätze gereinigt werden. Zusammengefegte Blätter sind jedoch zu schade für die Mülltonne. Sie sollten entweder unter Hecken und Bäumen verteilt oder zur Anlage eines Laub- oder Reisighaufens verwendet werden. Sollte der Laubanfall im eigenen Garten zu gross sein, kann ein Teil auch zur städtischen Kompostierungsanlage gebracht werden.
Im Laufe der Laubzersetzung werden wichtige Nährstoffe freigesetzt, die dann wiederum für die Pflanzen verfügbar sind. Bis das Laub vollständig abgebaut ist, leben tausende kleiner und kleinster Lebewesen von und in der Laubstreu.
Am bekanntesten sind die sehr nützlichen Regenwürmer, deren Nahrung vor allem aus abgestorbenen Pflanzenteilen bestehen. Unter den Insekten sind dies Mücken- und Fliegenlarven, aber auch die winzigen Springschwänze und Käfer. Die Laubdecke ist auch Unterschlupf für viele Tiere im Winter. Dies gilt zB für Marienkäfer, verschiedene Schmetterlingsraupen und zahlreiche Blattwesepen. Somit erhält das Laub für verschiedene bei uns überwinternde Vogelarten, aber auch für Spitzmäuse, wichtige Futtertiere. Auch benötigt der Igel für sein Winterquartier unbedingt einen grösseren Laub- oder Reisighaufen.
Bei der Kompostierung von Laub sind folgende Regeln zu beachten.
Verschiedene Laubarten müssen stets gemischt, wobei leicht verrottbares Laub (z.B. Birke, Linde) in grösseren Mengen zu verwenden ist; schwer verwertbares Laub (z.B. Walnuss, Eiche) dagegen nur weniger. Das Laub sollte im feuchten Zustand zusammengerecht und mit Hecken- und Baumschnitt vermischt werden.