Korkverwertung
Unter diesem Motto wirbt das Epilepsie-Zentrum Kork in Kehl am Rhein für die Sammlung von Altkork. In der Werkstatt für Behinderte,einer Einrichtung des Diakonischen Werkes, arbeiten etwa 250 Menschen, die wegen ihrer geistigen und körperlichen Behinderung (noch) nicht oder nur schwer auf dem Arbeitsmarkt zu vermitteln sind. In Jahr 2001 wurde die Aktion 10 Jahre alt. Und die Sammlung kann sich sehen lassen: Cirka 20000 Kubikmeter oder 800 Millionen Einzelkorken wurden in Kehl-Kork verarbeitet.
Im ersten Arbeitsschritt findet eine Sortierung des Sammelgutes (Entfernen von Plastik- und Metallanhaftung) statt. Danach werden die Korken geschrotet.
Es gibt einiges Wissenswertes über den Rohstoff Kork. Kork ist ein spezielles Hautgewebe, das Pflanzen vor Verdunstung und Verletztung schützt. Die Heimat der Korkeiche, dem Lieferanten für den Kork, ist der westliche Mittelmeerraum, insbesondere Portugal. Die wirtschaftliche Nutzung von Kork ist nicht unbegrenzt möglich. Von der Neupflanzung einer Korkeiche bis zur ersten Ernte vergehen 25 Jahre. Danach dauert es wieder sieben bis zehn Jahre, bis erneut geschält werden kann. Zu häufige Ernten führen zu einer Übernutzung der Korkeichen. Langfristig sinkt die Produktivität der Bäume.
Das Naturprodukt Kork hat viele günstige Eigenschaften. Es ist extrem leicht und elastisch, schwer entflammbar und schwimmfähig. In granulierter Form eignet sich der Naturstoff Kork bestens zur Wärmedämmung von Gebäuden. Im Vergleich zu anderen Bämmstoffen (zum Beispiel Styropor, Polyurethan,Mineralfasern) schneidet Kork wesentlich besser ab.
Flaschenkorken, Korkplatten und andere Korkabfälle sind zu schade für den Hausmüll und sollten getrennt gesammelt und wiederverwertet werden.
Seit 1992 beteiligt sich die Stadt Bad Säckingen an der Aktion "Korken für Kork". Ausgediente Flaschenkorken und andere Korkabfälle können bei den Sammlungen vor der Sparkasse (vgl. Abfallkalender) und beim Recyclinghof abgegeben werden.
Den ehrenamtlichen Helfern der Katholischen Arbeitnehmerbewegung und Kolpingfamilie an dieser Stelle ein großes Dankeschön!
Damit die Wiederverwertungsquote erhöht werden kann, werden insbesondere Gaststätten und Hotels gebeten, sich bei der Korkensammlung zu beteiligen. Infos zum Thema: Telefon 07761/51-334 (Umweltreferat Bad Säkingen)