Die SDGs - was ist das überhaupt?
Die sogenannten SDGs – dieses Kürzel klingt abstrakt. Dahinter verbergen sich die Sustainable Development Goals, auf Deutsch die Ziele für nachhaltige Entwicklung, welche durch ihr konkretes Programm für uns alle von großer Bedeutung sind.
Die SDGs wurden 2015 von den Vereinten Nationen beschlossen. Sie sind der Nachfolger der sogenannten Millenniumsziele und bilden einen gemeinsamen Fahrplan für eine bessere Zukunft. Die insgesamt 17 Ziele sollen die Lebenssituation aller Menschen verbessern und den Planeten schützen und erhalten. Sie reichen von der Bekämpfung von Armut und Hunger über den Schutz von Klima, Land und Meeren bis hin zu gerechter Bildung, Geschlechtergleichstellung und nachhaltigem Wirtschaften.
Die Forderungen dieser Ziele sind eindeutig: Sie rufen Staaten, Unternehmen und auch uns als einzelne Menschen dazu auf, Verantwortung zu übernehmen. Kein Ziel kann allein gelöst werden – nur gemeinsam und über Ländergrenzen hinweg lassen sich die Herausforderungen der Gegenwart und Zukunft bewältigen.
Auch wir als Kommune wollen die 17 Ziele Schritt für Schritt vorantreiben. Dabei freuen wir uns ganz besonders über die Unterstützung der Bürgerinnen und Bürger, denn nur gemeinsam können wir unsere Stadt nachhaltig gestalten und fit für die Zukunft machen. Ziele brauchen Taten!
Bad Säckingen und die SDGs
Engagement im Rahmen der "Global Nachhaltige Kommune"
Seit 2021 ist Bad Säckingen Teil des Projekts „Global Nachhaltige Kommune“ des Landes Baden-Württemberg. Ziel dieses Projekts ist es, die SDGs in den kommunalen Alltag zu integrieren und eine nachhaltige Entwicklung vor Ort zu fördern. Ein zentrales Element dieses Prozesses war die Erstellung eines umfassenden Nachhaltigkeitsberichts, der eine Bestandsaufnahme der bestehenden Aktivitäten und Projekte ermöglichte und als Grundlage für zukünftige Maßnahmen dient.
Bürgerbeteiligung und lokale Initiativen
Ein weiterer wichtiger Schritt war die Einrichtung einer Bürgerwerkstatt, die es den Einwohnerinnen und Einwohnern ermöglichte, sich aktiv an der Entwicklung der N-Strategie einzubringen. Diese Workshops förderten den Dialog zwischen Verwaltung, Zivilgesellschaft und Wirtschaft und trugen dazu bei, konkrete Projekte zu entwickeln, die den SDGs entsprechen.
Beispiele:
Förderung nachhaltiger Mobilität
Bad Säckingen engagiert sich u.a. im Bereich der nachhaltigen Mobilität. So wurde die Stadt 2022 als fahrradfreundliche Kommune und 2025 mit der Qualitätsstufe Fuß- und Radverkehr ausgezeichnet. Maßnahmen wie die Verbesserung der Radinfrastruktur und die Förderung von Lastenrädern unterstützen die Umsetzung der SDGs, insbesondere in Bezug auf nachhaltige Städte und Gemeinden (SDG 11) sowie Klimaschutz (SDG 13).
Förderung der Biodiversität
Als Mitglied im Städtebündnis Kommbio engagiert sich die Stadt gemeinsam mit örtllichen Initiativen für eine naturnahe und klimawandelangepasste Stadtentwicklung. Mit der Zertifizierung "Stadtgrün-naturnah" und dem Naturschutzprojekt des Jahres 2024 wurden erste Etappenziele erreicht.
Zahlreiche (Bürger-)Aktionen
Durch Aktionen wie z. B. die Stadtreinigung, der Rhine clean-up Day, das Stadtradeln, die AGFK Schritte-Challenge, das Faire Stadtfest und dem Badmattenfest zeigt die Stadtverwaltung eine klare Haltung in Bezug auf die Umsetzung in den eigenen Reihen.
Sichtbarkeit
Gemeinsam mit einer engagierten Gruppe, bestehend aus Mitgliedern des Gemeinderats, Grafikdesign Blattwerk24, Fachgebietsleiter des FB1 und FB4 sowie Mitarbeitende aus Tourismus, Wirtschaftsförderung und Umwelt/Energie, wird kontinuierlich an mehr Sichtbarkeit innerhalb der Stadt gearbeitet.
Ein Stuhl für Kinderrechte
Angelehnt an die SDGs wurden in Rippolingen Kinderstühle aufgestellt, die ein Zeichen für Kinderrechte setzen sollen.
Die Stühle sind an der Grundschule und an der Bushaltestelle zu finden. Wir begrüßen diese Aktion und freuen uns über den bunte Erinnerung, dass auch die Kleinsten in den Mittelpunkt gerückt werden müssen.



